Frank Fiedler beteiligte sich 1972 und 1984 an der "Aktion Fischotter" der Martin-Luther-Universität Halle und war bis 1989 als langjähriges Mitglied im Kreisvorstand Bischofswerda des Deutschen Anglerverbandes zuständig für Kultur und Bildung. Für seine Verdienste um den Naturschutz ist er 1994 vom Landkreis Bischofswerda mit einer Silbernen Ehrenmedaille ausgezeichnet worden. (c) Uwe Fiedler, 2007
Gewässerfauna
Nach der Ausbildung zum Biologielehrer nahm Frank Fiedler seine Tätigkeit 1950 in Steinigtwolmsdorf auf und kam über die Zwischenstation Großdrebnitz 1961 nach Bischofswerda. Die benachbarte Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft stellt wertvolle Anregungen für Naturbeobachtungen bereit. Seine biologischen Beobachtungen zu Fischotter und Co. ergänzte er zunehmend mit Recherchen in historischen Quellen. Im Laufe der Zeit gelang es Frank Fiedler, sich mit der Naturgeschichte ein weiteres Arbeitsgebiet zu erschließen.
Fischfauna
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Die Steinbruchrestgewässer bei Demitz-Thumitz und die Wesenitz, ein kleiner Zufluss der Elbe, sind Gewässerbiotope, die interessante Beobachtungen zur Fischfauna ermöglichen. Dabei konnte der Autor auch auf langjährige Erfahrungen als Angler zurückgreifen.
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Die Fische des Kreises Bischofswerda. Bischofswerdaer Land 4, Beiträge zur Heimatkunde unseres Kreises, S. 36-42, 1986
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Zu den Veränderungen der Fischfauna in der ehemaligen Äschenregion der Wesenitz (1591-1989), In: Sächsische Heimatblätter 2, Zeitschrift für sächsische Geschichte, Denkmalpflege, Natur und Umwelt, Verlag Klaus Gumnior Chemnitz, S. 127-133, 2003
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Zu Biologie und Verhalten ausgewählter Fischarten in den Steinbruch-Restgewässern des Klosterberggebietes bei Demitz-Thumitz, In: NABU Landesverband Sachsen e.V.: Jahresschrift für Feldherpetologie und Ichthyofaunistik in Sachsen, Heft 8, S. 100-111, Leipzig, 2006
Historische Teichwirtschaft
Der Autor arbeitete häufig und gern als Aushilfskraft in der Teichwirtschaft von Kleindrebnitz. Hier erwarb er Kenntnisse und gewann Anregungen, die in Arbeiten zur historischen Teichwirtschaft mündeten.
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Historische Teichwirtschaft im Raum Bischofswerda, Zwischen Wesenitz und Löbauer Wasser 3, Heimatblätter des Landkreises Bautzen, S. 41-49, 1998
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Zeugnisse früherer wirtschaftlicher Tätigkeit am Laufe des Weickersdorfer Wassers, Zwischen Wesenitz und Löbauer Wasser 4, S. 3-7, 1999
Fischotter
Besonders die Arbeiten zum Fischotter fanden auch außerhalb Sachsens Beachtung. Der Autor erhielt dazu Anfragen z. B. von der Universita di Pavia (Italien, 1996), von der Generalitat de Catalunya Barcelona (Spanien, 1996) und vom Bundesamt für Naturschutz, Internationale Naturschutzakademie Insel Vilm (1997). Zu Datenerhebungen verschiedener regionaler Forschungseinrichtungen und öffentlicher Verwaltungen (1972-2004) konnte beigetragen, Schüler- und Studentenarbeiten (einschl. einer Promotion an der Universität Erlangen-Nürnberg) unterstützt und eine breite Öffentlichkeit durch Publikationen in der Tagespresse (1994-2005) informiert werden. Prof. Dr. Michael Stubbe vom Institut für Zoologie der Martin-Luther-Universität Halle in "Geschichte und Perspektiven des Säugetierschutzes, Naturschutz und Landschaftspflege in Brandenburg", Heft 1, 1998: "Im deutschen Raum sind Otterschutz und Feldforschung darüber hinaus u. a. mit folgenden Namen verbunden:...Frank Fiedler...". Mehrere Arbeiten zum Fischotter wurden in verschiedene Bibliografien aufgenommen (Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek Dresden, Museum für Tierkunde Dresden).
Dieses Bild basiert auf dem Bild Fischotter Lutra lutra3.jpg aus der freien Mediendatenbank Wikimedia Commons und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist Factumquintus.
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Der Fischotter, Lutra lutra L., im Kreis Bischofswerda, Bischofswerdaer Land 5, Beiträge zur Heimatkunde unseres Kreises, S. 41-48, 1987
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Zum Rückgang des Fischotters in Sachsen in den Jahren 1884-1919 - Berichte in den "Schriften des Sächsischen Fischerei-Vereins", Abh. Ber. Naturkundemus. Görlitz, Bd. 64, Nr. 10, 1990
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Beobachtungen an Querungen von Otterwechseln mit Verkehrswegen im Landkreis Bischofswerda, Veröffentlichungen Museum der Westlausitz 16, Kamenz, S. 60-66, 1992
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Zum Vorkommen des Fischotters im Landkreis Bischofswerda, Ber. Naturforsch. Gesellschaft Oberlausitz, Görlitz, H. 2, S. 35-39, 1993
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mit O. Zinke: Beobachtungen zu Biologie und Verhalten des Fischotters, Lutra lutra L, Veröffentlichungen Museum der Westlausitz 17, Kamenz, S. 66-77, 1993
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Zur Fischotterbekämpfung in Sachsen bis zum Jahr 1920, Sächsische Heimatblätter 5, Zeitschrift für sächsische Geschichte, Denkmalpflege, Natur und Umwelt, S. 304-308, 1993
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Abriß der historischen Verbreitung bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts, Freistaat Sachsen, Landesamt für Umwelt und Geologie, Materialien zu Naturschutz und Landschaftspflege, Artenschutzprogramm Fischotter, S. 7-9, 1996
Heimatgeschichte
V. a. nach dem Ausscheiden 1991 aus dem Schuldienst begann Frank Fiedler, sich verstärkt für heimatgeschichtliche Belange zu interessieren. Diese Arbeiten waren zunächst schwerpunktmäßig dem heutigen Bischofswerdaer Ortsteil Großdrebnitz und seinen Persönlichkeiten gewidmet und werden seit Mai 2007 teilweise für das Biographische Lexikon der Oberlausitz aufbereitet. Der Autor hatte nach Groß- und Kleindrebnitz auch nach seinem beruflichen Weggang noch lange enge familiäre und freundschaftliche Bindungen.
- Carl Julius Marloth (1807-1884): Pfarrer und Schriftsteller
- Wilhelm Leberecht Herbrig (1810-1871?): Orgelbauer
- Robert Heller (1814-1871): Schriftsteller
- Max Neumeister (1849-1929): Forstwissenschaftler
- Ernst Gnauck (1852-1927): Gemeindevorstand
- Bruno Barthel (1856-1933): Lehrer, Kantor und Heimatforscher
- Bruno Steglich (1857-1929): Agrarwissenschaftler (Sächsische Biografie)
- Hermann Vetter (1859-1928): Musikprofessor
- Richard Garbe (1910-1992): Pfarrer (Sächsische Biografie)
Zudem hat Frank Fiedler an folgenden Einträgen im Biographischen Lexikon der Oberlausitz federführend mitgewirkt: Gerhard Creutz (Ornithologe), Georg Derlitzki (Agrarwissenschaftler), Eduard Heiden (Agrarwissenschaftler), Friedrich Hesse (Zahnmediziner), Walther Hesse (Bakteriologe, Hygieniker), Karl Traugott Kanig (sorbischer Liederdichter), Gustav Loges (Agrarwissenschaftler), Johannes Pache (Komponist, Kantor), Osmar Schindler (Maler), Karl Gottfried Siebelis (Pädagoge, Philologe), Hermann Steudner (Botaniker, Afrikaforscher), Karl Hermann Steudtner (Heimatforscher), Ernst Stöckhardt (Agrarwissenschaftler), M. Gerhard Heinrich Jacobjan Stöckhardt (Pfarrer, Philologe), Robert Stöckhardt (Jurist), Gottlob Friedrich Thormeyer (Architekt), Gottfried Unterdörfer (Förster, Dichter).
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